Die
georgische Sprache gehört zur südkaukasischen
(kartwelischen) Sprachfamilie, die wiederum der kaukasischen
Sprachfamilie angehört. Die kaukasische Sprachfamilie umfasst
circa 40 Sprachen, die sich in drei Sprachfamilien aufteilen. Neben
dem Südkaukasischen bzw. Kartwelischen gehören dazu das
Abchaso-Adygeisch (Nordwestkaukasisch) und das Nach-Dagestanisch
(Nordostkaukasisch). Zur südkaukasischen Sprachfamilie zählen
neben Georgisch noch Swanisch, Sanisch, Lasisch und Mingrelisch. Eine
nachweisbare Verwandtschaft zu anderen Sprachen besteht bislang
nicht, weder zum Indogermanischen, noch zum Semitischen oder
Altaiischen.
Die
Verbreitung des Georgischen
Mit
mehr als vier Millionen Sprechern gehört Georgisch zu der
größten Einzelsprache in der Gruppe der südkaukasischen
Sprachen. Als Amtssprache in Georgien hat Georgisch als einzige
Sprache aus dieser Gruppe offiziellen Status. Außerhalb
Georgiens trifft man in der Türkei, in Aserbaidschan, in
Armenien, im Iran, in Russland und in der Ukraine auf
Georgisch-Sprecher.
Eine
kurze georgische Sprachgeschichte
Die
ersten literarischen Funde auf Georgisch stammen aus dem 3.
Jahrhundert v. Chr. Die Geschichte der Literatur in georgischer
Sprache kann bis 1.500 Jahre zurückverfolgt werden,
Überlieferungen zufolge ist die Literatur sogar älter als
das Christentum. Die georgische Literatur zählt zu den größten
und entwickeltsten Literaturen der Welt und das georgische Volk fühlt
sich sehr mit seiner Literatur verbunden.
Die
georgische Sprache verwendet nicht das lateinische, sondern das
georgische Alphabet, die so genannte Mchedruli-Schrift. Diese Schrift
entwickelte sich im 11. Jahrhundert n. Chr. Sie besteht aus insgesamt
33 Buchstaben, die sich in 28 Konsonanten und 5 Vokale aufteilen.
Einen Unterschied zwischen Groß- und Kleinbuchstaben gibt es
nicht. Für jeden Phonem gibt es einen Buchstaben. So genügt
die Mchedruli-Schrift den Anforderungen der Moderne sehr viel besser,
als andere Schriften.
Im
Georgisch-Sprachkurs von Sprachenlernen24 sind alle georgischen
Vokabeln und Redewendungen in der Mchedruli-Schrift
verfasst. Daneben finden Sie in sämtlichen Kursabschnitten
zusätzlich eine Umschrift in lateinischer Schrift. So werden Sie
bald einen sicheren Umgang mit der Mchedruli-Schrift erlangen.