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  Wissenswertes zur lateinischen Sprache


Die lateinische Sprache stammt ursprünglich vom Volksstamm der Latiner, dessen Siedlungsgebiet damals in der Gegend um Rom lag. Später wurde Latein die Amtssprache des römischen Weltreichs, welches sich in seiner größten Ausdehnung von Nordengland, Teilen Zentraleuropas und Südeuropa bis nach Marokko und dort über Nordafrika bis in den vorderen Orient erstreckte.
 
Latein gehört nach der linguistischen Klassifikation zu den indogermanischen Sprachen und dort im besonderen zu den italischen Sprachen. Es ist zwar aus heutiger Sicht eine tote Sprache, jedoch spielt Latein sogar heute noch in der lateinischen Kirche und im westlichen Bildungswesen eine entscheidende Rolle. Dabei handelt es sich immer um das klassische Latein, welches die Sprache der gebildeten Bürger des römischen Reiches war. Das vom eigentlichen Volk gesprochene Latein nennt man Vulgärlatein. Typische Texte in klassischem Latein sind die von Cicero und, wenn auch in etwas einfacherem Stil, die von Cäsar. Daher werden im lateinischen Schulunterricht oft diese Texte verwendet.
 
Während es zu Beginn des römischen Imperiums, wie oben bereits erwähnt, nur in den Gebieten um Rom gesprochen wurde, wuchs der Einfluss des Lateinischen in dem Maße, in dem sich auch das römische Reich vergrößerte. So wurde es zur Amts- und Verkehrssprache in allen neu eroberten Gebieten. Neben Latein war auch Griechisch eine wichtige Sprache des römischen Weltreichs. Das hochsprachliche Latein hat sich seit der Zeit von Augustus, also um das Jahr von Christi Geburt, nicht mehr weiterentwickelt und blieb in der Grammatik und auch in der Syntax gleich. Das Vulgärlatein dagegen, welches als Verkehrssprache verwendet wurde, entwickelte sich in dieser Zeit von einer flektierenden zu einer analytischen Sprache. Während der Spätantike begannen sich die einzelnen auf dem Vulgärlatein basierenden regionalen Dialekte immer weiter vom hochsprachlichen Latein zu entfernen. Dieses Vulgärlatein bildete den Grundstock für alle heutigen romanischen Sprachen.
 
In Deutschland wird Latein auch heute noch an den Gymnasien von einem Drittel aller Schüler entweder als erste, zweite oder dritte Fremdsprache gelernt. Ein Grund hierfür liegt in der Tatsache, dass an deutschen Universitäten für manche Studiengänge, vor allem in den Geisteswissenschaften, das Latinum Grundvoraussetzung für das Studium ist.
 
 

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