Die Schriften der Welt: Das arabische Alphabet


 
von Christoph Gollub
 
In diesem Artikel unserer Blog-Serie über die Schriften der Welt möchten wir Ihnen eine weitere Schrift vorstellen: das arabische Alphabet.
 
Das arabische Alphabet umfasst 28 Buchstaben. In dieser Tabelle finden Sie jedoch zwei Buchstaben mehr (ء und ة, also den ersten und den letzten Buchstaben in dieser Aufzählung). Zwar sind diese beiden nicht (offizieller) Teil des Alphabets, gehören allerdings bei vielen arabischen Wörtern zum Schriftbild. Aus diesem Grund haben wir diese mit dazu genommen.
 
Die arabische Schrift ist eine der am weitesten verbreiteten Schriften der Welt. Sie wird nicht nur in den arabischen Ländern für das dort gesprochene Arabisch verwendet, mit ihr werden beispielsweise auch diese folgenden Sprachen niedergeschrieben: Persisch, das in Indien und Pakistan verbreitete Urdu, das in Afghanistan gesprochene Paschtu, Kurdisch (jedoch nur in Syrien und im Irak) sowie verschiedene Berbersprachen.
 
Diese große Verbreitung der Schrift hängt hauptsächlich mit der Ausdehnung des Islam zusammen, da das arabische Alphabet häufig zuvor verwendete Schriften verdrängte.
 
Vor allem aus religiösen Gründen ist die Schrift bedeutsam: Da nach dem muslimischen Glauben der Koran die wortwörtliche Offenbarung Gottes darstellt, kann der Koran auch nur im (arabischen) Original richtig gelesen werden.
 
Nun möchten wir Ihnen aber zeigen, wie die Schrift aussieht:
 
Wie Sie in der Tabelle sehen können, verändern die arabischen Buchstaben ihre Form, je nachdem, an welcher Stelle sie im Wort stehen: Ob am Wortanfang, in dessen Mitte oder am Ende.
 
Nr. Name Umschrift Isoliert Ende Mitte Anfang

-

Hamza

ʾ

ء

(-)

(-)

(-)

1.

Alif

ā

ا

ـا

ـا

ا

2.

b

ب

ـب

ـبـ

بـ

3.

t

ت

ـت

ـتـ

تـ

4.

Thā

t

ث

ـث

ـثـ

ثـ

5.

Dschīm

ğ

ج

ـج

ـجـ

جـ

6.

ح

ـح

ـحـ

حـ

7.

Chā

خ

ـخ

ـخـ

خـ

8.

Dāl

d

د

ـد

ـد

د

9.

Dhāl

ذ

ـذ

ـذ

ذ

10.

r

ر

ـر

ـر

ر

11.

Zāin

z

ز

ـز

ـز

ز

12.

Sīn

s

س

ـس

ـسـ

سـ

13.

Schīn

š

ش

ـش

ـشـ

شـ

14.

Sād

ص

ـص

ـصـ

صـ

15.

Dād

ض

ـض

ـضـ

ضـ

16.

ط

ـط

ـطـ

طـ

17.

ż

ظ

ـظ

ـظـ

ظـ

18.

ʿAin

ʿ

ع

ـع

ـعـ

عـ

19.

Ghain

ġ

غ

ـغ

ـغـ

غـ

20.

f

ف

ـف

ـفـ

فـ

21.

Qaf

q

ق

ـق

ـقـ

قـ

22.

Kāf

k

ك

ـك

ـكـ

كـ

23.

Lām

l

ل

ـل

ـلـ

لـ

24.

Mīm

m

م

ـم

ـمـ

مـ

25.

Nūn

n

ن

ـن

ـنـ

نـ

26.

h

ه

ـه

ـهـ

هـ

27.

Wāw

w, ū, u

و

ـو

ـو

و

28.

y, ī, i

ي

ـي

ـيـ

يـ

-

Ta marbuta

(t)

ة

ـة

(-)

(-)


 
Wenn Sie möchten, können Sie auch gleich eine arabische Begrüßung kennenlernen. Versuchen Sie nun, die Schrift zu lesen:
 
السلامُ عليكم
<=========
as-salāmu ʿalaikum – Guten Tag (formell)

 
Wie Sie vielleicht wissen, wird im Arabischen von rechts nach links gelesen (und natürlich auch geschrieben). Sie müssen also entgegengesetzt herum lesen - anders als Sie das aus dem Deutschen gewöhnt sind.
 
Eine weitere Besonderheit des Arabischen ist es, dass in dieser Sprache immer in „Schreibschrift“ geschrieben wird. Das heißt, dass es nur geringe Unterschiede zwischen handschriftlichen Aufzeichnungen und der Druckschrift (beispielsweise in Zeitungen) gibt.
 
Deutliche Formunterschiede, wie Sie es aus dem Deutschen zwischen Druck- und Schreibschriftbuchstaben kennen, finden Sie im Arabischen nicht.
 
Das arabische Alphabet verwendet zudem für die kurzen Vokale keine eigenen Buchstaben. Lediglich die langen Vokale haben eigene Buchstaben.
 
Um den genauen Lautwert eines Wortes (also mit dessen kurzen Vokalen) wiederzugeben, können Hilfszeichen verwendet werden. Diese werden entweder unter oder über einem Konsonanten geschrieben. Meistens werden diese Zeichen in geschriebenen und gedruckten Texten aber einfach weggelassen, da für den geübten Leser auch ohne sie deutlich ist, welcher Vokal gesprochen wird. In diesem Fall nennt man einen Text unvokalisiert. Die Zusatzzeichen zur Vokalisierung finden sich vor allem in Schulbüchern, poetischen Texten und im Koran.
 
Arabisch war ursprünglich eine Sprache, die gänzlich ohne diese orthographischen Hilfszeichen ausgekommen ist, für Muttersprachler war und ist sie schließlich auch ohne angezeigte Kurzvokale problemlos lesbar. Vor allem wegen der Verbreitung des Islam über den ursprünglichen arabischen Sprachraum hinaus, wurde die Vokalisierung für den Koran eingeführt, um ein fehlerfreies Rezitieren zu gewährleisten.
 
Wenn Sie möchten, können Sie auf diesem Blog von Sprachenlernen24 auch gleich noch andere Schriften der Welt kennenlernen:
 

 
 

Über den Autor

Christoph Gollub (34) hat Pädagogik an der Universität Regensburg studiert sowie ein Zusatzstudium in Interkultureller Handlungskompetenz absolviert und ist seit dem Jahr 2006 in der Redaktion von Sprachenlernen24 tätig.
 
Zu seinen Aufgaben gehören die Mitarbeit am Sprachenlernen24-Blog, die Entwicklung neuer Sprachkurse und Lernkonzepte, redaktionelle Arbeiten und die Betreuung laufender Kursprojekte.
 
An Fremdsprachen spricht er fließend Englisch und Französisch.
Daneben hat er Grundkenntnisse in Spanisch und Polnisch.
Durch die Betreuung verschiedener neuer Sprachkurs-Projekte hat er sich zudem Basiskenntnisse in Arabisch, Hebräisch, Tschechisch und Russisch angeeignet.
 
Zu seinen privaten Leidenschaften gehören das Reisen, die Musik sowie lesen und Rad fahren.
 

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