Indonesische Sprichwörter


 
von Stephanie Dagomez
 

Indonesische Sprichwörter

Heute erzählen wir Ihnen die Geschichte von Putri. Sie ist zehn Jahre alt und lebt in Indonesien. Putri wird Ihnen viele interessante Sprichwörter aus Indonesien vorstellen.
 

 

Die Geschichte von Putri

Putri ist zehn Jahre alt. Bisher hat sie in einem kleinen Dorf zusammen mit ihren Eltern gewohnt. Seit letzter Woche aber hat sich ihr Leben stark verändert, als ob sie eine Durianfrucht fallend bekommen hätte (1) (bagai mendapat durian runtuh). Ihre Eltern haben nämlich letzte Woche im Lotto gewonnen. Sie kauften sich ein neues Haus in der Stadt und zogen dahin um.
 
Bevor sie weggegangen sind, sagte die Mutter zu den Nachbarn : „Egal was passiert ist, wir werden nicht wie eine Nuss, die ihre Haut vergisst (2) (bagai kacang lupa kulitnya). Dieses Dorf ist schließlich unser Zuhause. Ihr mögt weit von meinen Augen entfernt sein, aber ihr seid nah in meinem Herzen (3) (jauh di mata, dekat di hati)“.
 
Heute ist Putris erster Tag in der neuen Schule. Sie hat einen Jungen kennengelernt und sich neben ihn gesetzt. Der Junge heißt Tono.
 
Dann kommt der Lehrer ins Klassenzimmer. Alle sind still.
 
Nachdem der Lehrer sich vorgestellt hat, fragt er die Schüler : „Wer kann mir sagen, was das Sprichwort bedeutet: Wo die Erde betreten wird, da wird der Himmel geehrt (di mana bumi dipijak, di situ langit dijunjung)?“.
 
Eine Mitschülerin, die ganz vorne sitzt, hebt ihre Hand und antwortet „Das bedeutet, wir sollen an dem Ort, an dem wir wohnen, gegenüber der Gesellschaftsordnung gehorsam sein“.
 
Während der Lehrer unterrichtet, stört Tono seine Nachbarn. Da fragt der Lehrer Tono: „Tono, was heißt: Ein leeres Fass macht nur ein schrilles Geräusch (tong kosong nyaring bunyinya)?“.
 
Weil Tono nicht aufgepasst hat, weiß er nicht, was das bedeutet. Der Lehrer sagt : „Redet man viel, hat man normalerweise nichts im Kopf“.
 
Tono will seine Schuld nicht eingestehen. Er antwortet, „Aber ich habe nicht viel geredet. Putri hat mich immer angesprochen.“
 
Der Lehrer stellt ihm noch eine weitere Frage: „Weiß du, was das bedeutet: Stein geworfen, Hände versteckt (lempar batu, sembunyi tangan)?“
 
Tono kann wieder keine Antwort geben. Der Lehrer sagt: „Das sagt man, wenn man die Verantwortung für seine Tat nicht übernehmen will.“
 
Bevor die Schule zu Ende ist, stellt der Lehrer eine letzte Frage, „Wer kann mir erklären was dieses Sprichwort heißt: Der Reis ist Brei geworden (nasi sudah menjadi bubur)?“
 
Putri weiß die Antwort. Sie sagt: „Man kann nicht zurücknehmen, was man getan oder gesagt hat“.
 

Noch einige Erklärungen zu den indonesischen Sprichwörtern

(1) Dieses Sprichwort bedeutet, dass man etwas Unerwartetes oder etwas Gutes bekommt.
 
(2) Dieses indonesische Sprichwort wird verwendet, wenn man vergisst, wer man einmal war. Meistens wird es verwendet, wenn man früher auf dem Dorf gewohnt hat und dann in die Stadt umzieht und dort erfolgreich ist.
 
(3) Dieses Sprichwort sagt man in Indonesien, wenn man weit voneinander entfernt ist, aber die Erinnerung an den anderen für immer im Herzen behält.
 

 
 

Über den Autor

Udo Gollub hat Bauingenieurwesen studiert, entschied sich danach aber für seine große Leidenschaft, Sprachen und Reisen. Er reiste 36 Monate um die Welt und besuchte dabei 42 Länder. Ein Jahr davon verbrachte er in Südostasien und Indien, ein weiteres in Frankreich und Spanien.
 
In dieser Zeit lernte er auch die Sprachen besser kennen, so spricht er neben seiner Muttersprache Deutsch noch fließend Englisch, Französisch und Spanisch, außerdem kann er sich auf Hindi verständigen.
Er hat zudem Grundkenntnisse in Chinesisch.
 
Udo Gollub lebt in einer zweisprachigen Ehe.
"Beim Reisen bin ich auf Fremdsprachen angewiesen. Ich spreche außerdem mit meiner Familie Französisch - dies hat mir enorm dabei geholfen, die Sprachkurse so zu entwickeln, dass der Wortschatz auch wirklich relevant ist."
 
Udo Gollub hat Sprachenlernen24 gegründet und ist der Geschäftsführer. Er entwickelt laufend neue Lernkonzepte und Sprachkurse.
 
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