Übungen zur englischen Grammatik


 
von Christine Tettenhammer
 
Frischen Sie gerade Ihr Englisch auf? Dazu gehört ja nicht nur das Wiederholen und Lernen von Wortschatz, sondern auch ein wenig Grammatikkenntnisse ...
 
Um Ihnen einen Überblick und Hinweise zum sinnvollen Üben der englischen Grammatik zu geben, beantworten wir in unserem heutigen Blogartikel zwei Fragen:
  • Was ist in der englischen Grammatik leicht zu lernen?
  • Womit haben Deutsche beim Lernen der englischen Grammatik eher Probleme?

Was ist in der englischen Grammatik leicht zu lernen?

Vieles in der englischen Grammatik ist für einen deutschen Muttersprachler wahrscheinlich leicht zu lernen. Das Englische kommt dem Lernenden in mancher Hinsicht stark entgegen, da es zum Beispiel nur einen bestimmten Artikel (das the) gibt und man zu den Substantiven des Englischen kein grammatisches Geschlecht lernen und unterscheiden muss.
 
Auch die Pluralbildung im Englischen ist zum Beispiel einfach zu verstehen: Grundsätzlich bekommen Substantive im Plural ein -s angehängt. Zur Pluralbildung sollte man sich allerdings fünf Ausnahmen merken. Diese Ausnahmen lassen sich aber auch wieder in Regeln formulieren. Neben diesen regelhaften Ausnahmen sollte man sich noch zehn Wörter merken, die ihre Pluralform ganz unregelmäßig bilden.
 
Und hier finden Sie eine Übung zur Pluralbildung im Englischen:

Übung: Setzen Sie diese englischen Substantive in den Plural

Hier finden Sie eine Reihe englischer Substantive. Bitte setzen Sie diese nun in den Plural. Übersetzen Sie beide Formen auch ins Deutsche.
 
Bilden Sie den Plural zu: address, aircraft, baby, book, bus, child, copy, drink, house, knife, man, potato, salmon, wife, woman
 
Hier finden Sie die Lösung zu dieser Übung. Sie können das Lösungsblatt im PDF-Format herunterladen.
 
In nächsten Abschnitt finden Sie Hintergrundwissen und die Regeln, nach denen der Plural im Englischen gebildet wird. Wenn Sie die Aufgabe noch nicht gelöst haben, lesen Sie den Artikel bitte jetzt nicht weiter.
 

Hintergrundwissen: Regeln zur Pluralbildung im Englischen

Als grundsätzliche Regel zur Bildung des Plural im Englischen sollten Sie sich merken:
 
Der Plural englischer Substantive wird durch anhängen von -s gebildet. Beispiele: book (Buch) – books (Bücher), drink (Getränk) – drinks (Getränke)
 
Es gibt aber folgende, regelhafte Ausnahmen:
 
1. Englische Nomen, die auf einen Zischlaut enden, bilden ihren Plural mit -es anstatt nur mit -s. Beispiele: address (Adresse) – addresses (Adressen); bus (Bus) – buses (Busse)
 
2. Wenn ein -y hinter einem Konsonanten am Ende eines Wortes steht, so wird dieses -y im Plural zu -ies. Beispiele: baby (Baby, Säugling) – babies (Babys, Säuglinge); copy (Kopie) – copies (Kopien)
 
3. Bei Wörtern, die auf -f bzw. -fe enden, verändert sich diese Wortendung im Plural hin zu einem -ves. Beispiele: knife (Messer; Sg.) – knives (Messer, Pl.); wife (Ehefrau) – wives (Ehefrauen)
 
4. In manchen Fällen werden Substantive, die auf -o enden, mit der Endung -oes in die Mehrzahl gesetzt. Beispiel: potato (Kartoffel) – potatoes (Kartoffeln)
 
5. Manche Substantive des Englischen haben identische Singular- und Pluralformen. Beispiele: aircraft, sg. (Flugzeug) – aircraft, pl. (Flugzeuge); salmon, sg. (Lachs) – salmon, pl. (Lachse)
 
Neben diesen regelhaften Ausnahmen, gibt es noch Substantive, die den Plural vollkommen unregelmäßig bilden. Diese muss man einfach auswendig lernen. Beispiele: man (Mann) – men (Männer); woman (Frau) – women; andere Aussprache! (Frauen); child (Kind) – children (Kinder); ebenfalls andere Aussprache!
 

Unser Tipp

Gehen Sie auch in Zukunft immer auf diese Art an Übungen zur englischen Grammatik heran: Lösen Sie zuerst die gestellte Aufgabe. Prüfen Sie Ihre Ergebnisse im Anschluss aber durch ein intensives Wiederholen der bereits gelernten Regeln.
 

Womit haben Deutsche beim Lernen der englischen Grammatik eher Probleme?


 
Eher problematisch für deutsche Muttersprachler beim Lernen der englischen Grammatik sind diese Themenfelder:
 
Der Unterschied zwischen some und any. Als Faustregel beim Gebrauch der beiden Wörter kann man sich merken, dass any in Fragesätzen oder in verneinten Sätzen verwendet wird. Ebenfalls wird any in allen Aussagen, die Unsicherheit zum Ausdruck bringen, verwendet. Some dagegen wird in allen übrigen Fällen verwendet.
 
Auch ist die Bildung von Bedingungssätzen (der sogenannten if-clauses) immer wieder ein Thema im Englischunterricht. Aufgabe der Bedingungssätze ist es, zu verhandeln, was passiert wäre bzw. passiert oder passieren würde, wenn bestimmte Voraussetzungen eingetroffen wären/ eintreffen werden/ oder eintreffen würden. – All dies ist ziemlich vage. Dabei kann man im Englischen aber unterschiedliche Grade dieser Ungewissheit ausmachen und so die Bedingungssätze in drei Kategorien einteilen.
 
Ein weiteres Beispiel wäre auch der Begriff und die Auffassung von „Zeit“ im Englischen. Daraus folgend eine bestimmte „Zeitenfolge“, die man als deutscher Muttersprachler erst verstehen muss um die Zeiten im Englischen korrekt bilden zu können.

Linktipps zum Thema englische Grammatik:

  • Wenn Sie gleich weiterlernen möchten, finden Sie hier die englische Grammatik von Sprachenlernen24. Auf vielen Seiten wird Ihnen klar gegliedert ein guter Überblick über die Grammatik des Englischen gegeben.
  • Auf diesen Seiten finden Sie die englischsprachige Enzyklopädie Wikipedia. Hier können Sie über drei Millionen Artikel und Einträge in englischer Sprache aufrufen und die englische Grammatik in Gebrauch und Anwendung studieren.
  • Auf den Seiten der englischen Rundfunkanstalt BBC finden Sie tagesaktuelle Nachrichten aus der ganzen Welt. Diese Seite ist eine gute Anlaufstelle, um die Anwendung englischer Grammatik zu vertiefen. Die BBC hat auch ein großes und großartiges Angebot (allerdings in englischer Sprache) zum Lernen englischer Grammatik

 
 

Über die Autorin

Christine Tettenhammer ist Chefredakteurin bei Sprachenlernen24.
 
Zusammen mit ihrem Redaktionsteam verantwortet sie den Sprachenlernen24-Blog, betreut die redaktionelle Erarbeitung der Grammatiken und entwickelt neue Softwarekonzepte.
 
Christine hat von 1999 bis 2004 Kommunikationswissenschaft, Amerikanistik und Neuere Deutsche Literatur an der Ludwig-Maximilians-Universität in München studiert.
Sie ist ausgebildete Sprecherin und leiht all unseren Deutschaufnahmen ihre Stimme.
In ihrer Freizeit findet man Christine auf Münchens ältester, noch spielender Laienbühne.
 
Sie spricht Englisch, Bairisch, Portugiesisch und Spanisch – verfügt außerdem über erweiterte Grundkenntnisse in Französisch, Kroatisch und Chinesisch.
 
Wenn Christine ins Kino geht, schaut sie sich Filme am liebsten im Original an.
Ihre Liebe zu Büchern in der Originalsprache bekommen auch ihre Bücherregale zu spüren, deren Regalbretter nicht nur an deutschen Autoren schwer zu tragen haben, sondern auch reich befüllt sind mit Werken von Burrhus Frederic Skinner, Philip Roth, Jonathan Safran Foer, Fernando Pessoa, Jorge Amado und vielen anderen.

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