Am 20. März ist der Internationale Tag der Frankophonie


 
von Christine Tettenhammer
 
Den 20. März hat die französischsprachige Welt zu ihrem Tag, dem Internationalen Tag der Frankophonie erklärt. Der heutige Tag steht ganz im Zeichen der Verbreitung und Förderung des Französischen als Weltsprache und der Darstellung der kulturellen Vielfalt der französischsprachigen Welt.
 
Die Organisation internationale de la Francophonie, der heute mehr als 50 Staaten angehören, ist die Interessenvertretung aller frankophonen (französischsprachigen) Länder. Die Aufgaben dieser Organisation beinhalten weit mehr als bloßen kulturellen Austausch und Dialog oder kulturpolitische Maßnahmen.
 
Durch Zusammenarbeit in der Landwirtschaft, in der Energiepolitik, im Handel, der Entwicklungshilfe etc. zwischen den verschiedenen Ländern soll deren Zusammengehörigkeitsgefühl und Solidarität gestärkt, Konflikten vorgebeugt, sowie Rechtsstaatlichkeit und wirtschaftlicher Aufschwung gefördert werden. Andererseits soll durch diesen Zusammenschluss ein Gegengewicht zur anglophonen (englischsprachigen) Welt aufgebaut werden.
 

Französisch – die Entwicklung hin zur Weltsprache

Das Französische zählt man zu den romanischen Sprachen, die allesamt aus dem (Vulgär-)Latein der römischen Besatzungsmacht hervorgegangen sind. Zudem hat Französisch eine Vielzahl an Ausdrücken aus der lateinischen Hochsprache, dem Schriftlatein, in sich aufgenommen, genauso wie aus der keltischen Sprache, die in Gallien vor der römischen Besatzung (ab 58 v. Chr.) gesprochen wurde.
 
Im Jahre 1539 wurde schließlich Französisch in der Ordennance de Villers-Cotterêts als offizielle und ausschließliche Landessprache festgelegt.
 
Im 16. und 17. Jahrhundert wurde von der neu gegründeten Académie française zudem der Schriftstandard und die Grammatik des Französischen einheitlich festgelegt. Als Aufgabe der Académie wurde festgelegt, „mit aller Umsicht und größtmöglicher Sorgfalt unserer Sprache gewisse Regeln zu geben, sie rein und ausdrucksvoll zu machen und zur Behandlung der Künste und Wissenschaften zu befähigen“.
 
Während dieser Zeit verbreitete sich die (einheitliche) französische Schriftsprache durch eine Vielzahl von Schriftstücken in ganz Frankreich. Zu nennen sind hier beispielsweise die Werke der klassischen Dichter des 17. Jahrhunderts wie Molière oder Racine.
 
Während der Zeit der Aufklärung (im 17. und 18. Jahrhundert), mit Vertretern wie Montesquieu, Rousseau oder Voltaire, wurden französischsprachige Schriften weit über die Grenzen Frankreichs bekannt und stärkten so den Einfluss der französischen Sprache in ganz Europa.
 
Ab dem 17. Jahrhundert wurde die französische Sprache zudem zur Hofsprache des europäischen Adels. In diese Epoche fällt auch der Aufstieg Frankreichs zu einer der einflussreichsten Kolonialmächte der Welt, die in ihren Kolonialgebieten die französische Sprache etablierte. Aus diesem Grund wird bis heute in einer Vielzahl von Ländern rund um den Globus – wenngleich die meisten früheren Kolonien mittlerweile unabhängig sind – französisch gesprochen.
 
Die französische Schriftsprache wird übrigens in allen frankophonen Ländern, also in der Gesamtheit der französischsprachigen Staaten, einheitlich verwendet. Es existieren keine prinzipiellen Unterschiede in der Grammatik oder im Wortschatz, wie sie beispielsweise zwischen dem amerikanischen und dem britischen Englisch oder dem europäischen und dem brasilianischen Portugiesisch bestehen.
 

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Der Internationale Tag der Frankophonie im Netz

Im Netz finden Sie zwei interessante Anlaufstellen, wo Sie mehr über den heutigen Tag im Besonderen und die Frankophonie im Allgemeinen nachlesen können:
 
Auf der Seite der Internationalen Organisation der Frankophonie (www.francophonie.org) finden Sie Informationen zur Geschichte der frankophonen Welt und den Aufgaben, die sich die Organisation gestellt hat. Dort werden auch zahlreiche interessante Projekte zu Themen wie Kunst & Kultur, Kino & Medien, Demokratie & Menschenrechte und nicht zuletzt die Didaktik der französischen Sprache vorgestellt.
 
Des Weiteren gibt es eine eigene Seite zum 20. März, dem Tag der Frankophonie: www.20mars.francophonie.org
 
Hier werden Aktionen vorgestellt, die an diesem Tag überall stattfinden, wo man Französisch spricht und lernt.
 
 

Über die Autorin

Christine Tettenhammer ist Chefredakteurin bei Sprachenlernen24.
 
Zusammen mit ihrem Redaktionsteam verantwortet sie den Sprachenlernen24-Blog, betreut die redaktionelle Erarbeitung der Grammatiken und entwickelt neue Softwarekonzepte.
 
Christine hat von 1999 bis 2004 Kommunikationswissenschaft, Amerikanistik und Neuere Deutsche Literatur an der Ludwig-Maximilians-Universität in München studiert.
Sie ist ausgebildete Sprecherin und leiht all unseren Deutschaufnahmen ihre Stimme.
In ihrer Freizeit findet man Christine auf Münchens ältester, noch spielender Laienbühne.
 
Sie spricht Englisch, Bairisch, Portugiesisch und Spanisch – verfügt außerdem über erweiterte Grundkenntnisse in Französisch, Kroatisch und Chinesisch.
 
Wenn Christine ins Kino geht, schaut sie sich Filme am liebsten im Original an.
Ihre Liebe zu Büchern in der Originalsprache bekommen auch ihre Bücherregale zu spüren, deren Regalbretter nicht nur an deutschen Autoren schwer zu tragen haben, sondern auch reich befüllt sind mit Werken von Burrhus Frederic Skinner, Philip Roth, Jonathan Safran Foer, Fernando Pessoa, Jorge Amado und vielen anderen.

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